Mein Leben - oder wie sich das nennt












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2006 oder so...

Das war also wieder ein Jahr. Viel ist passiert, viel schönes, manches erinnernswertes, manches unschönes. Ich habe angefangen zu studieren. Vom Faulenzertum zur Vollzeitbeschäftigung. Würde mich im Moment jemand fragen, ob ich glücklich bin, würde ich mindestens sagen: "Frag mich das später, ich habe jetzt keine Zeit darüber nachzudenken." Und eigentlich weiß ich es nicht genau. Das ist eher ein Anzeichen dafür, dass es nicht so ist. Ich fühle mich stumpf, lebe mein Leben mit Zielstrebigkeit ohne das Ziel zu kennen. Schlechte Motivation für ein Gelingen. Ich finde mich selbst nicht mehr. Und irgendetwas in mir versucht jeden Moment auszubrechen. Ich renne hinter einer Existenz hinterher, die ich heute noch nicht kenne, und von der ich nicht weiß, ob ich sie mag. Ich mag mich zur Zeit nur mäßig. Und jedes Mal, wenn ich diese abgewrackten Exemplare sehe, sehe ich den Unterschied zwischen denen und mir. Manches reizt mich, es reizt mich das Zügellose, Maßlose; es ist so viel bequemer abzustürzen und zu vergessen. Und es mag ja auch sein, dass mancher wirklich denkt er wäre freier. Und wahrscheinlich ist er es auch. Ich bin nicht frei. Ich fühle mich ständig an irgendwelche Abmachungen, Kompromisse und Konventionen gebunden und es kotzt mich an. Ich widere mich selbst an, wenn ich mir ständig Selbstdisziplin einrede. Dass ich so verhältnismäßig diszipliniert und langweilig geworden bin, kotzt mich an. Ich wollte immer mehr sein. Ich wollte der sein, der auf alles scheißt.
Ich weiß nicht wo mir der Kopf steht, vielleicht steht auch meine Welt Kopf. Aus meiner Perspektive nicht zu erkennen. Was bleibt, ist das Bedürfnis zum absoluten Abschuss. Ein kurzer Ausbruch. Etwas, was verändert.
Es bleibt auch ein zwiespältiges Bild von 2006. Gute Entwicklungen streiten sich mit tiefen Rissen um die Deutungshoheit. Aber ich habe das Gefühl, dass es dieses Jahr noch interessant werden könnte.
3.1.07 01:57
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Rattenjunge / Website (12.1.07 12:01)
Wie wahr, wie wahr...
Jeden Tag wacht man auf, schaut aus dem fenster und sieht diese grenzenlos freie Ferne. Und man selbst steht da. Hinter dem Fenster. Zwischen all den Mauern...

Wo sind die Zeiten hin, als man sein Leben noch genossen hat? Wo sind die Leute, mit denen man nicht nur Pferde stehlen konnte, sondern es auch getan hat?

Wieso ist älter-werden so verdammt langweilig?
Und wieso engt einen dieser Staat immer so ein? Wieso hat an so viele Freiheiten, dass man nicht mehr rebellieren kann, ist aber gleichzeitig so gefangen, dass man das Leben grade so noch nicht genießt?!

Und: Nein, wir kennen uns nicht ^^

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