Mein Leben - oder wie sich das nennt












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Semesterferien

Derzeit habe ich Semesterferien. Schon seit etwa 2 Wochen. Und da ist es wieder. Das süße Lotterleben. Nachdem ich meine Klausuren hinter mich gebracht habe, bin ich doch erstaunt, dass sie einigermaßen was geworden sind. In Geschichte musste ich mich über eine 2 wundern. Dabei war das wahrscheinlich das Letzte, was ich erwartet hatte. So vom eigenen Gefühl her, ging ich eher von knapp bestanden aus. Politik weiß ich noch nicht, kann ich aber auch nicht sagen. Allerdings kann ich sagen, das während dieser Klausur draußen ein versprengter Haufen von Studiengebührboykottierern lautstark ihren Widerstand kund taten. Nicht dass ihre Ziele nicht die meinen wären, aber diese Demo war so völlig deplaziert und so wenig ernst zu nehmen, dass sie mir einfach nur auf den Sack ging. Und mit mir wahrscheinlich hundert anderen. Während also draußen dieser Haufen lärmte, machten sich Dozent und Tutoren den Spaß eine Digitaluhr an die Tafel zu malen und diese alle 5 Minuten zu aktualisieren. Die kindische Freude, die sie dabei an den Tag legten, lenkte einen doch zu weilen von der Arbeit ab.
Alles in allem habe ich diese Klausurzeit aber recht gut rumgebracht. Und im Moment faulenze ich noch und widme mich wieder, statt der Betrachtung von Politik, dem Betreiben der Politik. Und natürlich meiner Freundin, die sich gerade nackt von hinten über mich beugt und mein Geschriebenes liest.
Demnächst steht aber dann auch wieder Uni-Arbeit an. Ich muss eine Hausarbeit schreiben, die ich, ironischerweise, an meinem Geburtstag abgeben muss. Also noch einiges an Zeit. Nur sollte ich bei der Sache meine Faulheit und die Trägheit der Masse berücksichtigen, und deshalb früher anfangen als nötig. Außerdem sollte ich langsam mal Latein lernen, damit das nächstes Semester nicht völlig den Bach runtergeht. Darüber hinaus habe ich mich am Freitag zum stellvertretenden Juso-Kreisvorsitzenden wählen lassen. Im Zuge dessen kommen natürlich auch neue und mehr Aufgaben auf mich zu. Die nächste Zeit wird also ziemlich geschäftig. Aber das wird schon klappen.
27.2.07 17:16


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2006 oder so...

Das war also wieder ein Jahr. Viel ist passiert, viel schönes, manches erinnernswertes, manches unschönes. Ich habe angefangen zu studieren. Vom Faulenzertum zur Vollzeitbeschäftigung. Würde mich im Moment jemand fragen, ob ich glücklich bin, würde ich mindestens sagen: "Frag mich das später, ich habe jetzt keine Zeit darüber nachzudenken." Und eigentlich weiß ich es nicht genau. Das ist eher ein Anzeichen dafür, dass es nicht so ist. Ich fühle mich stumpf, lebe mein Leben mit Zielstrebigkeit ohne das Ziel zu kennen. Schlechte Motivation für ein Gelingen. Ich finde mich selbst nicht mehr. Und irgendetwas in mir versucht jeden Moment auszubrechen. Ich renne hinter einer Existenz hinterher, die ich heute noch nicht kenne, und von der ich nicht weiß, ob ich sie mag. Ich mag mich zur Zeit nur mäßig. Und jedes Mal, wenn ich diese abgewrackten Exemplare sehe, sehe ich den Unterschied zwischen denen und mir. Manches reizt mich, es reizt mich das Zügellose, Maßlose; es ist so viel bequemer abzustürzen und zu vergessen. Und es mag ja auch sein, dass mancher wirklich denkt er wäre freier. Und wahrscheinlich ist er es auch. Ich bin nicht frei. Ich fühle mich ständig an irgendwelche Abmachungen, Kompromisse und Konventionen gebunden und es kotzt mich an. Ich widere mich selbst an, wenn ich mir ständig Selbstdisziplin einrede. Dass ich so verhältnismäßig diszipliniert und langweilig geworden bin, kotzt mich an. Ich wollte immer mehr sein. Ich wollte der sein, der auf alles scheißt.
Ich weiß nicht wo mir der Kopf steht, vielleicht steht auch meine Welt Kopf. Aus meiner Perspektive nicht zu erkennen. Was bleibt, ist das Bedürfnis zum absoluten Abschuss. Ein kurzer Ausbruch. Etwas, was verändert.
Es bleibt auch ein zwiespältiges Bild von 2006. Gute Entwicklungen streiten sich mit tiefen Rissen um die Deutungshoheit. Aber ich habe das Gefühl, dass es dieses Jahr noch interessant werden könnte.
3.1.07 01:57


Demjenigen, der hier nach "lateinisch faultier" gegooglet hat, dem sei gesagt, dass die Römer keine Faultiere kannten und es deshalb auch wahrscheinlich ist, dass sie kein Wort dafür hatten.
8.12.06 15:03


Deine Sündenquittung

Ich habe Gras geraucht - 20€
Ich habe jemandem einen Joint angeboten - 40€
Ich zeige beim Autofahren manchmal Vögel oder Stinkefinger - 15€
Ich habe einen Unfall verschuldet - 35€
Ich habe beim Ausparken ein fremdes Auto angeditscht - 20€
Ich bin völlig besoffen oder zugekifft Auto gefahren - 300€
Ich setze Gerüchte in die Welt - 20€
Ich habe schonmal jemanden richtig heftig gemobbt - 50€
Manchmal lästere ich über das Aussehen von anderen - 15€
Ich versuche. in einem unbeobachteten Moment in fremde Schubladen und Schränke zu gucken - 15€
Ich habe schonmal mutwillig etwas zerstört - 100€
Ich habe schonmal illegal Sperrmüll entsorgt - 100€
Ich bin mal in einem Raum gewesen. während andere dort Sex hatten - 15€
Ich habe jemandem gesagt. er war gut im Bett. obwohl das nicht stimmte - 15€
Ich fahre machmal schwarz mit Bus oder Bahn - 40€
... und wurde dabei schonmal erwischt - 35€
Ich habe manchmal die Schule geschwänzt - 15€
... und dabei noch den Entschuldigungszettel gefaket - 50€
Ich habe absichtlich die Hausaufgaben nicht gemacht - 15€
Ich habe schlechte Noten vor meinen Eltern verheimlicht - 30€
Ich hatte schonmal Cybersex / Telefonsex mit einem Fremden - 15€
Ich mache einen Pups und schiebe die Schuld für den Mief auf jemand anderen - 4.99€
Ich mag Oralverkehr - 4.99€

Summe: 969.98 €

Das geht ja wohl....
29.11.06 13:59


Hallo? Wochenende?

Viel war da nicht. Zumindest nicht viel ich. Und mich als alten Egozentriker stört das auch, wenn mir die Zeit für mich fehlt. Tatsächlich war es so, dass ich das ganze Wochenende irgendwas getan habe. Vielleicht war das ja auch besser als nichts zu tun oder mich mit mir selbst zu beschäftigen. Aber Freitag und Samstag fielen schon einmal auf Grund von Pflichten fast ganz weg. Und Sonntag kam mir eher vor wie ein Tagtraum. Mein Schlafbedürfnis schien auch groß zu sein. Wahrscheinlich gerade weil es nicht befriedigt wurde.
Ich habe zur Zeit ein starkes High-Life Bedürfnis. Gleichzeitig wird es mir aber irgendwann zu viel. Ich denke ich weiß im Moment gar nicht was ich suche oder was mich ausfüllen könnte. Und das ist unbefriedigend. Ich schwanke zwischen "mich in Arbeit stürzen" und "auf alles scheißen". Ich schwanke zwischen Spießbürgertum und Anarchie. Und Zeit mal wirklich über meinen derzeitigen Lebenswandel nachzudenken, findet sich nicht. Das mag gut oder schlecht sein. Zumindest denke ich, dass es mal nötig wäre.
Irgendwie habe ich derzeit nach jedem Wochenende das Gefühl, dass ich jetzt gerne Wochenende hätte. Wahrscheinlich mache ich mir einfach zu viel Streß. Wahrscheinlich ginge es mit halb so viel genauso gut. Keine Ahnung.
27.11.06 11:21


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