Mein Leben - oder wie sich das nennt












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Ich habe so lange ein Motivationsproblem bis ich ein Zeitproblem habe

Der Satz stammt nicht von mir. Aber er trifft den Nagel auf den Kopf. Genauso richtig wie der Satz "Eigentlich müsste ich ja lernen...". Eigentlich sollte ich eine Hausarbeit schreiben. Eigentlich sollte das schon in vollem Gange sein. Aber wie es so ist: Nichts ist im Gange. Allenfalls gedanklich. Hier mal was lesen, da mal was. Aber konzeptionell keine großen Sprünge. Man sagt mir das sei normal und allen anderen geisteswissenschaftlichen Magisterstudenten ginge es genauso. Das tröstet mich nur mäßig. Das Ärgernis der eigenen Unfähigkeit und Faulheit wiegt schwerer. Und Anspruch und Wirklichkeit klaffen auseinander. Ich sollte wirklich mal ein ernsthaftes Gespräch mit mir selbst führen.
26.2.09 15:52


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As time goes by

Hey, es is mal wieder mitten in der Nacht und das alte Faultier hängt wieder vorm PC rum. Ich habe mein Outlook ausgemistet. Die letzten 4 Jahre sind an mir vorbeigefahren - wie ein Film. Ein komischer Film. Es waren E-Mails darunter, bei denen ich mir einfach an den Kopf fassen musste. Sicher waren auch lustige dabei. Aber auch welche, die ich am besten gar nicht erst geschrieben hätte. Teilweise an Menschen, deren Existenz ich vergessen hatte, auch manche, bei denen ich mich beim besten Willen nicht erinnern kann wer das gewesen sein mag. Die meisten der Leute haben sich erledigt. Nur wenige sind geblieben. Neue hinzugekommen.
Und trotzdem waren E-Mails darunter, die ich nicht löschen konnte. Als Erinnerungsstütze sollten sie sozusagen erhalten bleiben. Sei es als schlechtes oder als gutes Beispiel, oder einfach aus Sentimentalität. Albern sowas. Ein anderer hätte vielleicht einfach alle Nachrichten markiert und von unten nach oben (meinetwegen auch anders herum) gelöscht. Das wollte ich nicht. Eigentlich wollte ich, dass ich zumindest nochmal weiß was da so drin stand. Jetzt ist der größte Teil gelöscht. Nicht schade drum. Wie gesagt, es war viel Schrott dabei.
Aber eines fiel mir doch auf. Es waren so Nachrichten dabei wie "tu dies nicht, tu das nicht, das ist nicht gut für dich". Oder irgendwelche Beziehungstips oder sinnlose Liebeserklärungen.
?

So etwas würde ich heute nicht mehr schreiben. Selbst wenn ich in der Situation wäre, würde ich es nicht tun. Es käme mir sinnlos vor. Vielleicht habe ich inzwischen begriffen, dass man Leute nicht von Fehlern abhalten kann, dass man sie nicht in was reinquatschen kann, dass man sie nicht mit guten Ratschlägen traktieren muss oder ihnen die Liebe erklären muss. Aber es ist noch mehr als das. Ja, es ist fast als seien mir alle egal. So als würde ich mit einer bhuddaartigen Gelassenheit den Lauf der Welt und die Irrtümer der Menschen betrachten. Es reicht ein Mensch, der einem wichtig ist. Vielleicht auch zwei. Mir reicht es zumindest. Den Rest kann man rennen lassen, von Irrtum zu Irrtum. Es spielt keine Rolle. Weder für mich, noch für sie, noch für den Lauf dieser verschissenen Welt.

Das wollte ich sagen. Mehr nicht.
25.2.09 03:23


Wenn man sich seinen Weblog vornimmt, den man einmal geführt hat, dann fällt einem ein Schwall von Dingen in den Schoß, den man längst vergessen hat und wollte. Es ist ja nicht so, dass ich mich schämen würde. Aber doch, ich tue es. Wie ich es oft tue, wenn ich Bilder meiner Vergangenheit sehe oder höre. Ich denke mir: "Du dummer armer Junge!". Dass ich hier zum Beispiel "Die Söhne Mannheims - Und wenn ein Lied" gepostet habe. Das Lied ist scheiße. Wars schon immer. Welch geistige Umnachtung mag mich da befallen haben?
Dann diese ganzen Gästebucheinträge von irgendwelchen Mädchen, die das hier alles so toll und "tiefgründig" fanden. Ich fand das nicht, hier steht nichts "tiefgründiges", das steht andernorts.
Hier steht Gesülze, Anhäufungen von Mitteilungsbedürfnis. Bis auf einige Ausnahmen.
Hätte man diesen ganzen Mädchen nicht zurückschreiben sollen, um dieses merkwürdige Bild eines hochsensiblen, verständnisvollen und nachdenklichen Freaks einfach auszunutzen für eine Wegsteckung?
Hätte man vielleicht, doch letztlich war ich dafür immer zu nett. Bin ich wohl heute noch.
28.6.08 01:10


Fasnacht, Fasching, Karneval...

and it sucks and sucks and sucks. Sorry, musste mal gesagt werden.
2.2.08 15:03


Manchmal hört man einfach auf zu schreiben. Vielleicht weil man keine Lust mehr hat etwas zu erzählen. Vielleicht auch, weil man denkt, dass man nichts mehr zu erzählen hat. Vielleicht aber auch, weil man sich entschließt sein Leben zu leben, anstatt es zu erzählen. Was mein Grund dafür ist, dass ich die letzten Monate kein Wort verloren haben, darf sich jeder selbst aussuchen. Für mich trifft alles irgendwie zu.
Es gibt zwar immer noch genug Momentaufnahmen, die es wert wären berichtet zu werden. Aber das ist zu einer theoretischen Überlegung geworden.
Was kann einer also schreiben, wenn er nach Monaten wieder die Tastatur maltretiert und sich einige karge Sätze aus den Fingern saugt. Ich kann schreiben wie es mir geht, wie sich alles so entwickelt, oder entwickelt hat und wo die Reise hingeht. Da mir allerdings vor allem letzteres schleierhaft ist, gibt es an dieser Stelle auch keine hochtrabenden Visionen von einer Zukunft wie sie sein könnte. Und von einer Entwicklung zu erzählen, liegt mir auch fern. Nun gut.
Wie bei meinem letzten Eintrag habe ich Semesterferien. Nein, ich habe nicht das ganze Jahr Semesterferien, nur ein Drittel davon. Und das auch nur in dem Sinne, dass ich nicht morgens irgendwann weg muss.
Und gerade in diesen Ferien lässt sich mit der Zeit ziemlich viel anfangen, wenn auch nichts Produktives. Von dem Unproduktiven möchte ich aber wiederum auch nicht erzählen. Wenn ich mich darauf jetzt einlasse würde, käme ich nicht zu einem Ende. Nur so viel: Es geht mir gut, ich lebe. Das is es.
18.9.07 21:09


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